Das Gedicht vom Domstein in Trier

Zurück zur Auswahlseite

Akualisiert am: 16.11.2011

Für die Trierer
Für die nicht Trierer

Om Duhmstaan sei mer romgerötscht.
Et waor net emmer ginstig.
De Box zeröss, de Kaap verlohr,
De Kopp zerschonn, blutrinstig.
Kaom eich dann haam, dao wosst eich gleich
eich braucht kann Red' ze haalen,
eich braucht blus guden Dag ze saon,
de anneret soot mein Ahlen.
Roff de Trepp
schlich eich mich off den Ziewen.
Doch mein Klepp
die sein net ausgebliewen.

Auf dem Domstein sind wir rumgerutscht.
Es war nicht immer günstig.
Die Hose zerissen, die Mütze verloren,
den Kopf zerschunden, blutrünstig.
Kam ich dann heim, da wußte ich gleich
ich brauchte keine Rede zu halten,
ich brauchte bloß Guten Tag zu sagen,
das andere sagte mein Alter.
Rauf die Treppe
schlich ich mich auf Zehenspitzen.
Doch meine Schläge
die sind nicht ausgeblieben.

Zum Seitenanfang